GDL und Go-Ahead Deutschland vereinbaren zeitgemäßen Tarifabschluss

Gemeinsame Pressemitteilung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und Go-Ahead

20.08.2021, Stuttgart – Nach sehr intensiven und konstruktiven Tarifverhandlungen haben sich die Go-Ahead-Gruppe und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am 19. August 2021 in Berlin auf einen Abschluss verständigt, der eine gute Lösung in dieser aufgrund der Corona-Pandemie nicht gerade einfachen Ausgangssituation darstellt.

„Dieser Abschluss dokumentiert eindrucksvoll die Wertschätzung des Arbeitgebers Go-Ahead für die Leistung seiner Arbeitnehmer“, sagte Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der GDL. „Wir gehen damit unseren gemeinsamen Weg als Tarif- und Sozialparteien weiter und bauen das Tarifwerk stetig aus“, so Katinka Heppekausen, Personalleiterin/CHRO bei Go-Ahead.

Mehr Entgelt, höhere Planungssicherheit
Bei einer Laufzeit bis 30. Juni 2023 orientiert sich der Abschluss nicht nur an den bisher im Eisenbahnmarkt getätigten Abschlüssen, sondern geht darüber hinaus. Dies beinhaltet unter anderem:

  • allgemeine Vergütungserhöhungen von 1,4 Prozent ab Oktober 2021, von 1,8 Prozent ab Oktober 2022 sowie weiteren 1,5 Prozent ab März 2023
  • Gewährung einer Corona-Beihilfe von 600 Euro, welche im Oktober 2021 ausgezahlt wird
  • Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags zur betrieblichen Altersversorgung auf 2,7 Prozent ab Januar 2022
  • stufenweise Verbesserung der Zulagen sowie die Ausdehnung des Zeitraums der Nachtarbeit auf 20 bis 6 Uhr ab Juli 2023
  • die Einführung einer Jahresschichtplanung sowie einer neuen Arbeitszeitkontenstruktur ab dem Jahr 2023
  • Erweiterte tarifliche Schichtgestaltungsmöglichkeiten
  • Tarifierung weiterer Arbeitnehmer in der Verwaltung bis Juli 2023
  • Verstetigung der Zuschussregelungen von 90 Prozent im Falle von Kurzarbeit.

Ausbildung und weitere Arbeitnehmer bei Go-Ahead
Darüber hinaus wird Go-Ahead weiter verstärkt in den Bereich Ausbildung investieren. So erhalten die Arbeitnehmer, die mit der Ausbildung betraut sind, zukünftig Schulungen und werden entsprechend monetär honoriert. Ferner werden die Vergütungen der Qualifizierungsteilnehmer und Auszubildenden verbessert. Die Tarifierung der weiteren Arbeitnehmer soll bis zum 30. Juni 2023 abgeschlossen sein.


Presseinformationen:

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Pressesprecherin
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